Bodenbelag

Bodenbelag war um im 19. Jahrhundert noch nicht überall selbstverständlich. Der Bodenbelag hielt erst nach und nach Einzug in die Wohnhäuser. Welcher Bodenbelag ist nun aber der älteste?

Der erste Bodenbelag wurde dann vor gut 250 Jahren im Jahr 1763 patentiert, und zwar durch einen Mann namens Nathan Smith, der seinen Bodenbelag „Floorcloth“ nannte. Das Linoleum als Bodenbelag kam schließlich in den 1860er Jahre zum Einsatz. Jedoch erlebte zwischendurch eben in den hochherrschaftlichen Häusern das im 16. Jahrhundert entwickelte Parkett im 17. und 18. Jahrhundert seine Blütezeit, wobei dieses im 19. Jahrhundert dann auch in die Bürgerhäuser Einzug hielt als Bodenbelag. Das Laminat schließlich ist eine Erfindung aus dem Jahr 1930, wobei sich dieses erst richtig ab den 1980er, bzw. 1990er Jahren etablieren konnte und den Teppich in all seinen Formen (verlegt, bzw. lose als Läufer) nach und nach verdrängte, bzw. mit ihm kombiniert wurde.

PVC, Parkett, Laminat, Fließen, Linoleum – wenn man heute in Räume kommt, dann ist es so, dass diese meist mit einem entsprechend der Nutzung praktischen Bodenbelag belegt sind. Außer in den hochherrschaftlichen Häusern war es zunächst einmal aber gar nicht üblich einen Bodenbelag zu haben. Die Häuser der „einfachen Leute“ waren eingeschossig und der Laufboden im Inneren der Häuser war genauso, wie der vor der Haustüre – entsprechend war der Bodenbelag dabei Erde. Dies war freilich bei den Reichen anders. Hier muss man zurückgehen ins 13. Jahrhundert, als zunächst in hochherrschaftlichen Häusern, sprich Schlössern und Palästen, erstmals Bohlen aus Holz auf die Bodenkonstruktionen der Stockwerke verlegt wurden. Diese waren die Vorläufer des späteren Parkettbodens.

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